10 Jahre Mitglied im Bund der Steuerzahler: Nordpark- Apotheke in Magdeburg
Immer größer ist die Zahl der Medikamente in den letzten Jahren geworden, immer mehr sind inzwischen auch ohne Rezept erhältlich. Umso wichtiger ist das aktuelle Wissen über die pharmazeutischen Produkte, über ihre Zusammensetzung, die Wirkstoffe und die Verträglichkeit der Medikamente untereinander.
Erfolgreich führt Dr. Münch diese Apotheke, die zuvor seine Mutter bis zu ihrem Ruhestand geleitet hatte. Die Kunden schätzen den vertrauensvollen Umgang mit ihnen, den Service, wenn bestimmte Spritzen nicht am Lager sind und am späten Nachmittag kostenfrei in die Wohnung geliefert werden. Manches Medikament aber wird vom Chef und seinen Mitarbeiterinnen vor Ort hergestellt. Das Wissen darum hat er sich an der Universität in Halle erworben, wo er 1991 auch promovierte. Die Frage, ob er bereits als Student den hauseigenen Kräuter-Likör ausprobiert hat, den er heute in seiner Apotheke im Angebot hat, beantwortet der Chef mit einem Lächeln.
In den letzten Jahren mussten die unentbehrlichen Partner der Ärzte selbst manch bittere Pille schlucken. Während die Margen der Arzneien für gesetzlich Krankenversicherte eher sanken, stiegen Personal- und Sachkosten weiter an. „Außerdem macht sich die Branche schon lange Gedanken über den vollen Umsatzsteuersatz, der auf freiverkäuflichen wie rezeptpflichtigen Medikamenten liegt", weiß Dr. Münch als Vizepräsident der Apothekenkammer von Sachsen-Anhalt. „Ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von sieben Prozent könnte das Gesundheitssystem um fast drei Milliarden Euro jährlich entlasten“, so seine Analyse. Dass der Bund der Steuerzahler, dem er seit zehn Jahren nun schon angehört, sich mit diesem Problem der Überarbeitung der Steuersätze befasst und sich für eine Überarbeitung des Katalogs der ermäßigten Sätze einsetzt, dürfte einer von vielen Gründen sein, ihn auch weiterhin zu unterstützen.
