Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - 10 Jahre Mitglied im Bund der Steuerzahler: Nordpark- Apotheke in Magdeburg

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01.06.2011

10 Jahre Mitglied im Bund der Steuerzahler: Nordpark- Apotheke in Magdeburg

Gut beraten in Sachen Gesundheit
Dr. Jens-Andreas Münch


Magdeburg. Alte Tiegel, Salbentöpfe und historische Waagen erinnern beim Betreten der Apotheke im Nordpark in Magdeburg an die langen Traditionen des Apothekenwesens. Die Tür in der Apotheke in der Agnetenstraße steht kaum still. Rezepte werden geprüft, die Computerlisten gesichtet, welches Medikament von welcher Krankenkasse bezahlt wird. Und das ändert sich immer wieder.

Ein etwas aufwändiges Arbeiten für den Mann und die Frauen in weißer Kleidung. Der Rat von Dr. Jens-Andreas Münch, seit 2002 Inhaber der Nordpark-Apotheke, und seinen fünf Mitarbeiterinnen ist gefragt.

Immer größer ist die Zahl der Medikamente in den letzten Jahren geworden, immer mehr sind inzwischen auch ohne Rezept erhältlich. Umso wichtiger ist das aktuelle Wissen über die pharmazeutischen Produkte, über ihre Zusammensetzung, die Wirkstoffe und die Verträglichkeit der Medikamente untereinander.

Erfolgreich führt Dr. Münch diese Apotheke, die zuvor seine Mutter bis zu ihrem Ruhestand geleitet hatte. Die Kunden schätzen den vertrauensvollen Umgang mit ihnen, den Service, wenn bestimmte Spritzen nicht am Lager sind und am späten Nachmittag kostenfrei in die Wohnung geliefert werden. Manches Medikament aber wird vom Chef und seinen Mitarbeiterinnen vor Ort hergestellt. Das Wissen darum hat er sich an der Universität in Halle erworben, wo er 1991 auch promovierte. Die Frage, ob er bereits als Student den hauseigenen Kräuter-Likör ausprobiert hat, den er heute in seiner Apotheke im Angebot hat, beantwortet der Chef mit einem Lächeln.

In den letzten Jahren mussten die unentbehrlichen Partner der Ärzte selbst manch bittere Pille schlucken. Während die Margen der Arzneien für gesetzlich Krankenversicherte eher sanken, stiegen Personal- und Sachkosten weiter an. „Außerdem macht sich die Branche schon lange Gedanken über den vollen Umsatzsteuersatz, der auf freiverkäuflichen wie rezeptpflichtigen Medikamenten liegt", weiß Dr. Münch als Vizepräsident der Apothekenkammer von Sachsen-Anhalt. „Ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von sieben Prozent könnte das Gesundheitssystem um fast drei Milliarden Euro jährlich entlasten“, so seine Analyse. Dass der Bund der Steuerzahler, dem er seit zehn Jahren nun schon angehört, sich mit diesem Problem der Überarbeitung der Steuersätze befasst und sich für eine Überarbeitung des Katalogs der ermäßigten Sätze einsetzt, dürfte einer von vielen Gründen sein, ihn auch weiterhin zu unterstützen.

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