Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - 10 Jahre im BdSt LB 02 2009: MOL Katalysatortechnik GmbH

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01.02.2009

10 Jahre im BdSt LB 02 2009: MOL Katalysatortechnik GmbH

Keimfreies Badewasser garantiert

Schkopau/Merseburg. Wer in der russischen Stadt Kasan ein öffentliches Schwimmbad benutzt, vermisst den oft unangenehmen Chlorgeruch heimischer Bäder. Dort braucht man nämlich nicht zu chloren, weil Katalysatoren der MOL Katalysatortechnik aus Schkopau für die Keimfreiheit des Badewassers sorgen. Auch für Krankenhäuser eine interessante Anwendung. „In solchen Bereichen setzen wir nur kleine Katalysatoren ein“, erfahren wir von Dr. Jürgen Koppe, dem Geschäftsführer des Unternehmens im Chemiezentrum Sachsen-Anhalts. „Um Biofilme aus Kühltürmen fernzuhalten, setzen wir bis zu 1,5 Tonnen Katalysatormaterial ein.“

Auf Rahmen gespannte Gewebe aus Legierungen des Mitgesellschafters Thyssen Krupp, die in Merseburg speziell nachbehandelt werden, bilden den Grundstein jedes Katalysators, der im Zusammenspiel mit einer eingespritzten Chemikalie zu diesem Ergebnis führt und für dessen Funktionssicherheit fünf Jahre Garantie gewährt werden. Für Luft- und Wasserreinheiten wurde dieses so genannte MOL-Clean-Verfahren entwickelt, für das dieser 20-Mann-Betrieb über 100 Patente besitzt. Katalysatoren bauen die Mitarbeiter des Betriebes, die zugleich als Servicetechniker unterwegs sind, auch in klimatechnische Anlagen z. B. der Funkhäuser, in Wertpapierdruckereien, in Papierfabriken und Autolackieranlagen ein. Selbst die Bierbrauer oder Museen sichern Wasser- und Luftreinheit mit den Erzeugnissen des Merseburger Unternehmens, das in Schkopau sein Büro hat. „Da wir Überschüsse erzielen, zahlen wir auch Steuern. Daher verurteile ich jede Spekulation mit öffentlichen Mitteln. Die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan und ihre Umrüstung zu einer Interventionsarmee kosten Steuergelder und bringen dem Mittelstand nichts“, ist die Meinung des erfolgreichen Firmengründers mit seinem weltweit einzigartigen Verfahren.

„Ich plädiere auch für Mindestlöhne, weil sie ein wirksames Mittel gegen Lohndumping und Wettbewerbsverzerrung sind. “ Seine zehnjährige Mitgliedschaft im BdSt bezeichnet er zugleich als sehr sinnvoll.

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