10 Jahre im BdSt LB 10 2009: Zolldeklarant Ingo Gottstein
Über Jahre arbeitete er in einer Spedition in Bernburg und spezialisierte sich dabei auf die Ausfüllung von Zollformularen und auf die vielfältigen Zollbestimmungen. Andere Speditionen, Ex- und Importeure ließen sich ebenfalls von ihm helfen. Als sein Arbeitgeber aber Insolvenz anmelden musste und das Zollamt 1997 in Aschersleben für die Region zuständig wurde, entschloss sich Ingo Gottstein, freiberuflich als Zolldeklarant tätig zu werden. Sehr genau prüft er, ob eine ordentliche Rechnung vorliegt, die Importe dem deutschen Lebensmittel- oder Arzneimittelrecht entsprechen oder dergleichen mehr. Für den Zoll ist das wiederum die Grundlage zur Berechnung der Einfuhrabgaben. Der heute 44Jährige hat sich das entsprechende Vertrauen in seine Arbeit sowohl vom Zoll als auch von fast 100 Betrieben, u.a. aus Polen, Dänemark oder den Niederlanden, erarbeitet, die ihm Vollmacht erteilt haben, für sie die Zolldeklaration abzugeben. Die anfallende Gebühr dafür steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, wollte die betreffende Firma die Einfuhranmeldung z.B. für den Import selbst ausfüllen. Brotlos werden dürften Ingo Gottstein und seine Mitarbeiterin trotz der größer gewordenen zollfreien EU auch künftig nicht
Ein unerfreuliches Erlebnis mit dem Finanzamt hatte 1999 den Zolldeklaranten u.a. dazu bewogen, sich stärker mit dem unübersichtlichen Steuerrecht mit Hilfe des Bundes der Steuerzahler zu beschäftigen, in den er deshalb eintrat.

