Der Steuerzahlergendenktag 2011 ist am 6. Juli !
Durch sie steigt die Lohn- und Einkommen-steuerbelastung deutlich schneller als Löhne und Einkommen, sodass sich der Fiskus prozentual einen immer höheren Anteil am Einkommen der Steuerzahler nimmt. Die jetzt geplanten Korrekturen am Steuertarif sind daher keine Steuersenkungen, sondern Maßnahmen gegen Steuererhöhungen. Die Politik ist in der Pflicht, den Einkommensteuertarif wieder gerecht zu gestalten. Zudem muss der „Tarif auf Räder“ gestellt werden, um ihn der Einkommensentwicklung anzupassen. Erst darüber hinaus gehende Korrekturen am Steuertarif haben das Label „Steuersenkung“ verdient, alles andere sind notwendige Maßnahmen zur Verhinderung von Steuererhöhungen.
Ermittelt wird der Steuerzahlergedenktag auf Grundlage der Volkswirtschaftlichen Einkommens-belastungsquote (Summe der Steuern und Abgaben im Verhältnis zum Volkseinkommen). Anhand dieser Quote wird deutlich, wie viel der Staat vom Einkommen seiner Bürger und Unternehmen über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. In diesem Jahr werden es voraussichtlich 51 Prozent sein, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als 2010.
Der 6. Juli 2011, 03.36 Uhr, ist der exakte Zeitpunkt, bis zu dem die Steuer- und Abgabenzahler - rein rechnerisch - für den Staat arbeiten. Ab 03.37 Uhr arbeiten sie also quasi in ihr eigenes Portmonee. Wenn die von der Bundesregierung geplante Korrektur am Steuertarif erst für 2013 gilt, werden die heimlichen Steuererhöhungen dafür sorgen, dass der Steuerzahlergedenktag im kommenden Jahr noch später liegen wird.
In Sachsen-Anhalt droht eine weitere Steuererhöhung - nämlich die Anhebung der Grunderwerbsteuer von 4,5 % auf 5,0 %!
Dafür hat der Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt dem Kabinett unter MP Dr. Reiner Haseloff
die "Gelbe Karte " gezeigt.
