Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Neu im BdSt LB 06 2009: Baustoffe Flechtingen GmbH & Co KG

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01.06.2009

Neu im BdSt LB 06 2009: Baustoffe Flechtingen GmbH & Co KG

Granit-Arbeitsplatte für die neue Küche

Flechtingen. Wer meint, in der Flechtinger Firma gegenüber der Kirche einen Sack Zement erwerben zu können, der irrt. Zu Baustoffen zählen auch Sande, Kies, Schotter oder Splitt. Diese Massenprodukte machen den Hauptumsatz des 1990 von Frank Pawellek gegründeten Betriebs aus. Tiefbaubetriebe sind daher seine Hauptkunden.

Inzwischen macht das Bergbau-Unternehmen, das saisonbedingt zwischen 60 bis 80 Mitarbeiter zählt, mit einem Produkt von sich reden, mit dem es sich erst wieder auf der Landesbaumesse in Halle vorgestellt hatte, unter dem Motto „Steine und mehr“. Natursteine werden in den Steinbrüchen südlich von Bernburg, bei Bebertal oder in der Lausitz gebrochen. In Bebertal ist es der Buntsandstein, der nach Kundenwünschen in einer eigenen Anlage für farbiges Pflaster, für Bodenplatten oder Verkleidungen zugerichtet wird.

Der Lausitzer Granit lässt nicht nur die Herstellung des traditionellen Pflasters zu, aus ihm wird auf Kundenwunsch auch eine Arbeitsplatte für die neue Einbauküche gesägt und geschliffen. Vor fünf Jahren entdeckte der 56jährige Flechtinger Unternehmer den in Vergessenheit geratenen Bernburger Rogenstein wieder. 22 eigene Tagebaue stehen dem Betrieb zur Verfügung, um das entsprechende Rohmaterial zu brechen oder zu fördern. Er ist logistisch so gut aufgestellt, so dass ihm die schwergewichtigen Lieferungen an die Kunden, hauptsächlich in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, keine Probleme bereiten.

Zwar ist in Flechtingen das Stammhaus zu finden, doch im wenige Kilometer entfernten Jersleben ist das Material gelagert, wird der Vertrieb organisiert. Ein Hafen in Oranienburg und in Ostfriedland gehören zum Unternehmen, und Bordsteine für den Straßenbau importiert es über Bremen aus China und Indien. Mit den Schwesterbetrieben in Polen, Estland und Finnland, wo Geschäftsführer Pawellek im Vorstand bzw. im Aufsichtsrat wirkt, stehen immerhin 200 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Frank Pawellek will etwas bewegen, auch mit seinem Beitritt in Bund der Steuerzahler, wie er bekennt.

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