Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Neu im Bund der Steuerzahler: Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel

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01.02.2010

Neu im Bund der Steuerzahler: Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel

Wiederverwertung steht im Vordergrund
Geschäftsführer
Dietrich Schultz


    Gardelegen. Langsam rollt ein Müllfahrzeug der Gardeleger Stadtwirtschaft in die riesige Halle auf dem Gelände der Deponie Lindenberg. Hier wird der Hausmüll entladen, getrennt und mechanisch bis auf 80 Millimeter zerkleinert. Auch Sperrmüll und Abfälle aus Gewerbebetrieben landen hier. Sie kommen seit Mai 1994 aus dem gesamten Altmarkkreis.
Die Deponie GmbH besitzt das Zertifikat eines Entsorgungsfachbetriebs, der noch mehr Müll aufbereiten könnte. „Das Müllaufkommen aber sinkt“ erfahren wir von Dietrich Schultz, seit dem 1. August 2009 Geschäftsführer der Deponie GmbH. Er sieht hier noch Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung des Betriebs. Kürzlich erst erschloss er mit der Vermietung von über 6.000 m² Dachfläche für die Installation von Photovoltaikanlagen zusätzliche betriebliche Einnahmen.

Jetzt plant er zur Kosteneinsparung bei der Warmwasseraufbereitung und beim Heizen die Montage von Solaranlagen. Über 18 Mitarbeiter verfügt die Deponie GmbH, die für bis zu 16.000 m³ Asbestabfälle auch eine Außenstelle in Cheine hat. Nach wie vor ist es auf der Lindenberger Deponie der Klasse II noch möglich, gerottetes Material, das aus der Abfallbehandlung in den Verrottungshallen kommt, auf den großen „Müllberg“ aufzubringen. Aus ihm ragen kleine Rohre empor, Zeichen für die Gewinnung von Deponiegas. Zerkleinerte Abfälle, Elektro-Schrott und metallhaltige Rückstände lagern auf dem Gelände und warten auf den Abtransport zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen für Kraftwerke und die Stahlindustrie oder zur weiteren Verarbeitung. Aus einer modernen Abfallbehandlungsanlage landet eben immer weniger Müll in Verbrennungsanlagen. Und die Lindenberger Deponie dürfte nicht nur die einzige ihrer Klasse in Sachsen-Anhalt sein, die erheblich erweitert werden kann. Sie allein kann auch über das Jahr 2023 in Sachsen-Anhalt geöffnet bleiben.

Der Einsatz des Steuerzahlerbundes besonders in Magdeburg gegen die Verschwendung von Steuergeldern war u. a. für Dietrich Schultz ein Grund, Mitglied zu werden.
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