Neu im Bund der Steuerzahler: Tischlerei Perkampus Halberstadt
Schon der Umzug belastete den kleinen Betrieb erheblich, da Aufträge trotzdem pünktlich abgearbeitet werden mussten. So kann auch jetzt der Ausbau der neuen Räume nur schrittweise erfolgen.
Zwischen Magdeburg und Goslar wohnen seine Kunden, die Einbauschränke, die Überarbeitung einer alten Holztreppe oder auch einmal ein Schlafzimmer aus massiver Erle bestellen. „Solche Einzelstücke machen besonders Spaß“, bekennt der 30jährige Meister, der dann gern den Hobel mal wieder in die Hand nimmt. Eng arbeitet er mit Architekturbüros zusammen, so dass seine Gesellen z.B. in Magdeburg Olvenstedt bei der Modernisierung von Plattenbauten oder bei der Aufarbeitung alter Türen in Gründerzeit-Gebäuden tätig sind. „Nur wenn die Qualität stimmt, haben wir Chancen auf weitere Zusammenarbeit mit den Architekten“, ist seine Erfahrung.
Er verlangt auch von der öffentlichen Hand Qualitätsarbeit. Die Verschwendung von Steuergeldern ist daher Meister Perkampus ein Dorn im Auge. Er sieht sie in Halberstadt z. B. in der Ausfallstraße nach Wolfenbüttel. Dort wurde jetzt die Fahrbahndecke abgefräst, die vor zwei Jahren erst erneuert worden war. „Da wären andere Straßen viel wichtiger gewesen. Wer gegen Verschwendung angeht, den unterstütze ich“, begründet er seinen Eintritt in den Bund der Steuerzahler.

