Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Tipps 2012

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29.10.2012

Umsatzsteuervoranmeldungen ab 2013

Verspätungszuschläge vermeiden!

Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen müssen grundsätzlich elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Ab dem 1. Januar 2013 verlangt das Finanzamt, dass diese elektronischen Erklärungen auch authentifiziert übermittelt werden. Von dieser Authentifizierungspflicht sind aber bereits die Steuervoranmeldungen für den Monat Dezember 2012 betroffen, da diese erst nach Ablauf des Monats und damit im Jahr 2013 übermittelt werden. Es sollte eine rechtzeitige Registrierung erfolgen, um Verspätungszuschläge zu vermeiden. Mehr dazu
18.10.2012

Umsatzsteuerbefreiung für Heilbehandlungen

Bundesfinanzministerium ändert bzw. ergänzt den Steuer-Erlass

Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Ausübung der Tätigkeit als Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Hebamme oder einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit durchgeführt werden, sind umsatzsteuerfrei. Bei diesen heilberuflichen Leistungen muss allerdings ein therapeutisches Ziel im Vordergrund stehen.

Eine bloße Maßnahme zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bzw. ein Wellnessprogramm führt nicht zur Umsatzsteuerfreiheit, selbst wenn sie von Angehörigen eines Heilberufs erbracht werden. Um die Abgrenzung zwischen umsatzsteuerfreier Heilbehandlung und Umsatzsteuerpflichtigen Leistungen zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens zu erleichtern, hat das Bundesfinanzministerium den Umsatzsteueränderungserlass geändert bzw. ergänzt. Mehr dazu
18.10.2012

Erziehungszeiten

Sind Eltern versichert?

Zur Betreuung des neugeborenen Kindes entschließen sich viele Eltern zu einer beruflichen Auszeit. In der Regel bleibt dabei ihr Sozialversicherungsschutz bestehen, ohne dafür Beiträge zahlen zu müssen. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Pflichtversicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung bleiben auch während des Elterngeldbezugs bei ihrer Krankenkasse versichert – und das beitragsfrei! Beiträge werden nur dann gefordert, wenn neben dem Elterngeld noch andere beitragspflichtige Einnahmen erzielt werden. Dies gilt grundsätzlich auch für freiwillig gesetzliche Versicherte. Hier sind aber Ausnahmen zu beachten.

So müssen bspw. freiwillig versicherte Alleinerziehende sowie Versicherte, bei denen der Ehegatte zuvor in der Familienversicherung war oder privat versichert ist. Auch bei Elterngeldbezug einen Mindestbeitrag von derzeit 147,44 Euro/Monat (inkl. Pflegeversicherung) zahlen. Mehr dazu
17.09.2012

Nachträgliche Schuldzinsen bei vermieteter Immobilie

Haus verkauft

Darlehenszinsen trotzdem abziehbar

Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs könnte für viele Ex-Vermieter interessant sein. Das oberste deutsche Steuergericht hat entschieden, dass Zinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Anschaffung einer Immobilie aufgenommen wurde, auch dann noch steuerlich geltend gemacht werden können, wenn das Haus längst wieder verkauft ist. Der Bund der Steuerzahler erklärt das Urteil. Mehr dazu
20.08.2012

Beginn des Ausbildungsjahres 2012

Brauchen neue Auszubildende eine „Lohnsteuerkarte“?

Viele junge Steuerzahler starten jetzt mit ihrer Ausbildung. Neben neuen Eindrücken im Betrieb oder Unternehmen, machen die meisten Azubis dann auch zum ersten Mal Be-kanntschaft mit der Lohnsteuer. Häufig erhalten Auszubildende von Eltern oder Bekannten den Rat, sie müssten eine „Lohnsteuerkarte“ beim Ausbildungsbetrieb abgeben. Dieser Tipp ist aber so nicht mehr zutreffend. Mehr dazu

24.07.2012

BdSt begrüßt Einlenken beim „Brötchenstreit“

Lebensmittelspenden sind steuerfrei

Der Bund der Steuerzahler begrüßt das Einlenken der Finanzverwaltung im Streit um „Brötchenspenden“. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Unternehmer vom Finanzamt aufgefordert, Umsatzsteuer nachzuzahlen, wenn sie Lebensmittel an die Tafeln gespendet hatten. Betroffen waren vor allem Bäckereien, die abends nicht verkauftes Brot, Brötchen und Gebäck an soziale Einrichtungen spendeten. Mehr dazu

20.07.2012

Der BFH hat klargestellt

Erbschaftsteuer - genaue Fristberechnung

Bekommt jemand innerhalb von zehn Jahren von derselben Person etwas geschenkt oder vererbt, werden diese Zuwendungen zusammengerechnet. Damit will der Fiskus verhindern, dass Vermögen stückchenweise steuerfrei übertragen werden kann. Der BFH hatte nun zu entscheiden, wie die Zahnjahresfrist genau berechnet wird.

Wird die Frist nämlich um einen Tag überschritten, erfolgt keine Zusammenrechnung. Der BFH hat klargestellt, dass der Zehnjahreszeitraum rückwärts gerechnet wird, wobei der Tag der Erbschaft oder Schenkung mitzählt (II R 43/11).

17.07.2012

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Steuerbonus für Dogsitter und Schlafzimmer

Wer sich im Haushalt Hilfe holt oder einen Handwerker mit einer Reparatur im Haushalt beauftragt, kann die Kosten steuerlich geltend machen. Den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen gibt es jedoch nur, wenn die Arbeiten tatsächlich im Haushalt des Steuerzahlers erbracht werden. Dies bestätigte das Finanzgericht München und das Finanzgericht Münster in aktuellen Urteilen, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu
14.06.2012

Mammutaufgabe für Unternehmer: Die E-Bilanz

Schon jetzt Vorbereitungen für reibungslosen Übergang treffen

Die Bilanz- und Gewinnrechnung für das Jahr 2013 müssen auf elektronischem Wege an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Davon sind alle bilanzierenden Unternehmen vom Einzelunternehmen bis zur GmbH betroffen.

Der Bund der Steuerzahler rät daher allen Unternehmen, bereits jetzt die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen, damit der Übergang möglichst reibungslos verlaufen kann. Denn kommen Steuerzahler ihrer Pflicht zur elektronischen Übermittlung nicht nach droht ein Zwangsgeld. Mehr dazu
14.06.2012

Steuerliche Konsequenzen für eBay-Verkäufer und Co.

Unternehmerische Tätigkeit kann gegeben sein

Laut Bitkom verkauft jeder fünfte Deutsche verschiedene Waren oder Dienstleistungen im Internet. So wurde mit dem digitalen Tresen bei eBay im Jahr 2011 ein weltweiter Umsatz von 11,65 Milliarden USD erzielt.

Im Jahr zuvor lag er noch bei 9,16 Milliarden USD. Das entspricht einer Steigerung von über 27 Prozent in nur einem Jahr. Kein Wunder also, dass auch die Finanzbehörden Verkäufer auf Internetplattformen wie eBay oder Marketplace von Amazon genauer unter die Lupe nehmen. Mehr dazu
05.06.2012

Ferienjobs

Clever Steuern sparen

Viele Schüler nutzen die Ferien, um ihr Taschengeld etwas aufzubessern oder erste praktische Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln. Unternehmer haben so die Möglichkeit, Bedarfsspitzen im Betrieb flexibel abzudecken. Obwohl die Einnahmen der Schüler meist unter einem einkommensteuerpflichtigen Verdienst liegen, wird oft Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt. Das muss nicht sein!

Bei einem Ferienjob dürfen maximal 50 Tage pro Jahr oder bei einer 5-Tage Woche maximal zwei Monate am Stück gearbeitet werden. Nur dann bleibt die Tätigkeit sozialversicherungsfrei und es handelt sich um einen typischen Ferienjob. Mehr dazu
05.06.2012

Finanzämter werten verstärkt Rentenbezugsmitteilungen aus

Mit der Neuregelung der Besteuerung der Alterseinkünfte wurde das so genannten Rentenbezugsmitteilungsverfahren eingeführt. Mittels der Rentenbezugsmitteilungen stehen den Finanzämtern Informationen über alle seit 2005 ausgezahlten Renten zur Verfügung. Damit kennen die Finanzämter die Rentenbezüge von Senioren, nicht nur aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch von privaten Versicherungen oder Versorgungswerken. So können die Finanzämter abschätzen, ob eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung, gegebenenfalls rückwirkend bis ins Jahr 2005, besteht. Mehr dazu

13.04.2012

Steuerbescheid prüfen - Kein Geld verschenken

In diesen Tagen erhalten viele Steuerzahler ihren Einkommensteuerbescheid für das Jahr 2011. Allerdings schleichen sich in die Bescheide immer wieder Fehler ein, die Steuerzahler bares Geld kosten können.

Um dies zu verhindern, sollten daher Steuerbescheide gründlich auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin und bietet dazu einen Kurzratgeber „Tipps zur Prüfung von Steuerbescheiden“ an.

Bei der Prüfung des Steuerbescheids soll festgestellt werden, ob das Finanzamt von den Angaben in der Steuererklärung abgewichen ist oder ob im Steuerbescheid Fehler enthalten sind. Insbesondere gilt es darauf zu achten, ob Einnahmen und geltend gemachte Abzugsbeträge wie Krankenkassenbeiträge, Handwerkerrechnungen oder Kinderbetreuungskosten richtig angesetzt worden sind. Mehr dazu
13.04.2012

Alles Wichtige zum Verzögerungsgeld

Im Rahmen von Betriebsprüfungen verlangen die Finanzbeamten die Vorlage zahlreicher Unterlagen, aber auch die Einräumung eines Datenzugriffs. Denn wenn die Buchführung mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellt wurde, hat die Finanzbehörde das Recht, im Rahmen einer Außenprüfung Einsicht in die gespeicherten Daten zu nehmen und das Datenverarbeitungssystem zur Prüfung dieser Unterlagen zu nutzen.

Kommt der Steuerzahler diesen sowie weiteren Aufforderungen der Finanzbeamten nicht innerhalb einer angemessenen Frist nach, kann es zur Verhängung eines Verzögerungsgeldes kommen. Dieses kann bis zu 250.000 Euro betragen. Mehr dazu

16.03.2012

Minijobs im Privathaushalt

Geld zurück bei Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschutz

Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten nimmt weiter zu. So ist im Jahr 2011 ein Zuwachs von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Ein Grund für die Zunahme kann sicherlich in der steuerlichen Förderung der Minijobber im Privathaushalt, aber auch in der einfachen Abwicklung des Minijobs mittels Haushaltcheckverfahren über die Minijob-Zentrale gesehen werden, resümiert der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu
09.03.2012

Rußpartikelfiltereinbau wird wieder gefördert

Besitzer von Dieselfahrzeugen bekommen für die Nachrüstung ihres Fahrzeugs mit Rußpartikelfilter erneut einen Zuschuss von 330 Euro. Antragsformulare können seit Februar 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) http://www.bafa.de elektronisch gestellt werden. Mehr dazu

05.03.2012

Neuer Ratgeber Nr. 80: Steuerfreie 6b-Rücklage

Möglichkeiten für Unternehmer

Mit der sogenannten 6b-Rücklage können Unternehmer die Versteuerung von stillen Reserven vermeiden, die bei der Veräußerung von Grundstücken, Gebäuden und - unter bestimmten Umständen auch Beteiligungen - aufgedeckt werden können.

Die aufgedeckten stillen Reserven werden auf neu angeschaffte Grundstücke, Gebäude, Beteiligungen oder andere bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens übertragen, sodass es zu keiner Besteuerung kommt. Mehr dazu
24.02.2012

Abgabefrist für Steuererklärungen Kalenderjahr 2011

Formulare, Formulare ... In gleichlautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder vom 2. Januar 2012 wird über die Steuererklärungsfristen sowie Fristverlängerungen für das Kalenderjahr 2011 informiert. Danach gilt, dass die Erklärungen zur

- Einkommensteuer

einschl. der Erklärungen zur gesonderten sowie zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung sowie zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags

- Körperschaftsteuer
- Gewerbesteuer
- Umsatzsteuer und
- Gesonderten oder zur gesonderten und einheitlichen Feststellungnach § 18 Außensteuergesetz

bis zum 31. Mai 2012 bei den Finanzämtern abzugeben sind. Mehr dazu
20.02.2012

Pauschbeträge (Sachentnahmen) 2012

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2012

Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben werden durch die zuständige Finanzbehörde festgesetzt.

Sie beruhen auf Erfahrungswerte und bieten dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, die Warenentnahmen monatlich pauschal zu verbuchen. Sie entbinden ihn damit von der Aufzeichnung einer Vielzahl von Einzelentnahmen. Mehr dazu
30.01.2012

Finanzamt an Unfallkosten beteiligen

Glätte auf den Straßen

Die aktuellen winterlichen Straßenverhältnisse hatten für manche Autofahrer negative Folgen. Bei dem Ärger über Rutschpartien und Auffahrunfälle sollten alle diejenigen, die mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren, die steuerliche Seite nicht aus den Augen verlieren. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen die Unfallkosten steuerlich absetzen. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt hin. Mehr dazu

14.02.2012

Einspruch per E-Mail

Längere Einspruchsfrist bei schludriger Rechtsbehelfsbelehrung

Wenn auf dem Steuerbescheid eine E-Mail-Adresse steht, so erklärt sich das Finanzamt bereit, auch Einsprüche elektronisch entgegenzunehmen. Folglich muss das Finanzamt in der Rechtsbehelfs-belehrung auch auf die Möglichkeit hinweisen, dass der Einspruch per E-Mail eingelegt werden kann. Vielfach enthält die am Ende des Bescheides stehende Rechtsbehelfsbelehrung jedoch nur den Satz, dass der Einspruch schriftlich beim Finanzamt einzureichen oder zur Niederschrift zu erklären ist. Dieser Hinweis ist aber unvollständig, wenn neben der Adresse und der Telefonnummer des Finanzamtes auch die E-Mail-Adresse im Bescheid enthalten ist. Das hat das Niedersächsische Finanzgericht in einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: 10 K 275/11). Mehr dazu

12.01.2012

Neuregelung beim Kindergeld

Keine Einkommensprüfung bei volljährigen Kindern in Erstausbildung

Seit dem 1. Januar 2012 gilt eine wichtige Änderung beim Kindergeld. Wurde bis einschließlich 2011 für volljährige Kinder Kindergeld nur gezahlt bzw. ein Kinderfreibetrag gewährt, wenn diese noch in (Berufs-)ausbildung waren und ihre eigenen Einkünfte und Bezüge nicht mehr als 8.004 im Jahr Euro betragen haben, gibt es diese Einkommensgrenze nun nicht mehr. Mehr dazu

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