Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Aktuelles

Aktuelles
01.08.2017

Hochwasserschäden von der Steuer absetzen


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So hilft das Finanzamt!

Private Hochwasserschäden können als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Interessant ist dies vor allem für diejenigen, die aufgrund der starken Regenfälle im Juli 2017 Einbußen an Haus, Wohnung oder anderen Gegenständen hinnehmen mussten und die Schäden nicht von der Versicherung ausgeglichen werden. Über die Steuer kann dann zumindest ein Teil des Schadens ersetzt werden.

Abgesetzt werden können die selbstgetragenen Kosten etwa für die Reparatur des Hauses, die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung. Entsprechende Rechnungen und Belege sollten zum Nachweis aufbewahrt werden, empfiehlt der Bund der Steuerzahler. Zahlt die Versicherung, so kann allenfalls der Selbstbehalt von der Steuer abgesetzt werden. Kosten für Reparatur und Ersatzbeschaffungen, die in diesem Jahr bezahlt werden, müssen in der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2017 geltend gemacht werden. Allerdings erkennt das Finanzamt die Kosten nicht ab dem ersten Euro an, sondern berücksichtigt eine sogenannte zumutbare Eigenbelastung. Mehr dazu
18.07.2017

Steuerzahler Gedenktag 2017

Steuer- und Abgabenbelastung so hoch wie noch nie

Der Steuerzahlergedenktag fällt 2017 auf den 19.07.2017 (3.27 Uhr). Damit müssen die Steuerzahler in diesem Jahr - rein rechnerisch- rund zweieinhalb Tage länger für die öffentlichen Kassen arbeiten als im Vorjahr, so lange wie in keinem Jahr zuvor. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten die Bürger und Betriebe endlich für ihren eigenen Geldbeutel. Von jedem verdienten Euro verbleiben 2017 nur 45,40 Cent in der eigenen Tasche. Im letzten Jahr waren es noch 46,10 Cent.





























„Die Berechnungen des Bundes der Steuerzahler zeigen, dass der Staat immer mehr Steuern und Abgaben vereinnahmt. Es wird endlich Zeit, dass die Bürger von den immer weiter sprudelnden Steuereinnahmen etwas zurückbekommen.“, so Ralf Seibicke, Vorstandsmitglied beim Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. Mehr dazu
05.07.2017

Rentenerhöhung 2017 - Mindestens 120.000 Senioren rutschen in die Steuerpflicht

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert einfachere Steuerformulare für Senioren, denn immer mehr Rentner sind verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Deshalb sollten die Formulare verständlicher werden. Allein durch die Rentenerhöhung zum 01. Juli 2017 werden mehr als 120.000 Senioren in die Steuerpflicht rutschen. Damit könnten ein paar Euro mehr Rente für viele Senioren zu einem deutlich höheren Aufwand führen, weil sie eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen.


Im Einzelnen: Zum 01. Juli 2017 steigen die Renten in Westdeutschland um 1,9 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,6 Prozent. Nach einer Prognose des Bundesfinanzministeriums werden aufgrund der Rentenerhöhung für das laufende Jahr 40.000 Senioren erstmals eine Steuererklärung abgeben müssen. Im Jahr 2018 kommen weitere 80.000 Senioren dazu. Dabei ist zu beachten, dass – pro Kopf gerechnet – sogar mehr Steuerzahler betroffen sein können: Denn in der Finanzverwaltung kann sich hinter einem Steuerpflichtigen auch ein Ehepaar verbergen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bringt die Rentenerhöhung für das Jahr 2017 Steuermehreinnahmen in Höhe von 205 Millionen Euro. Für das Jahr 2018 werden weitere 420 Millionen Euro erwartet.

Hintergrund
Je später die Rente beginnt, desto mehr Rente muss versteuert werden. Während Senioren, die seit dem Jahr 2005 oder früher eine gesetzliche Rente bekommen, noch 50 Prozent der Rente steuerfrei erhielten, gibt es für Rentner, die im Jahr 2017 in Rente gehen, nur noch einen steuerfreien Anteil von 26 Prozent. Rentenerhöhungen unterliegen sogar zu 100 Prozent der Besteuerung. Aus diesem Grund können Senioren, die bereits seit mehreren Jahren eine Rente beziehen und bisher keine Einkommensteuererklärung abgeben mussten, in diese Erklärungspflicht hineinwachsen. Ob dann tatsächlich Steuern zu zahlen sind, hängt vom Einzelfall ab, weil auch Senioren verschiedene Kosten bei der Steuer absetzen können.

Unser 2-seitiges Kompakt "Senioren und Steuern" können Sie hier downloaden.
24.05.2017
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