Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Tipps

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06.07.2017

Geschenke an Geschäftsfreunde

Bei Bestellung von Geschäftsgeschenken an die Steuer denken!

Wer Geschäftsfreunde beschenkt, sollte unbedingt an die Steuer denken. Aufgrund eines aktuellen Urteils werden die Finanzämter bei Geschenken im Geschäftsleben womöglich noch genauer nachrechnen. Betroffen sind Geschäftsleute, die neben dem Geschenk auch pauschal die Einkommensteuer für den Geschäftspartner übernehmen. Betragen Geschenkewert und Pauschalsteuer zusammen mehr als 35 Euro, entfällt nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs der Betriebsausgabenabzug beim Schenkenden. Ob die Finanzverwaltung das Urteil anwendet, ist aktuell noch ungewiss. Wer jetzt Geschäftsgeschenke einkauft, sollte sich vorsichtshalber mit dem Urteil befassen oder beispielsweise bei der Bestellung der Weihnachtsgeschenke noch etwas abwarten, rät der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu
07.06.2017

Rücksicht auf ältere Steuerzahler


(Foto: Pixabay)
Gerade ältere Steuerzahler fragen immer wieder beim Bund der Steuerzahler nach, ob sie gezwungen werden, in Zukunft ihre Steuererklärung online einzureichen. In diesem Punkt ist die Verunsicherung groß, insbesondere weil die Finanzverwaltung offensiv für die elektronische ELSTER-Steuererklärung wirbt. Doch in aller Kürze: Die Steuererklärung auf Papier bleibt zunächst.

Ausnahmen gelten nur dann, wenn der Rentner auch noch über Einkünfte einer Hausgemeinschaft oder über selbstständige Einkünfte verfügt. In diesen Fällen sieht das Gesetz eine elektronische Steuererklärung vor. Allerdings besteht in Härtefällen die Möglichkeit, weiterhin die Abgabe in Papierform zu beantragen. Zuletzt hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden, dass bei geringfügigen Einkünften ein Härtefall vorliegt. Mehr dazu

23.05.2017

Entschädigungen bleiben steuerfrei!

Schadensersatz wegen Mobbings ist kein Arbeitslohn

Entschädigungen, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber wegen Diskriminierung, Mobbings oder sexueller Belastung erhält, sind kein Arbeitslohn und damit steuerfrei. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber die Diskriminierung bestreitet und sich lediglich in einem gerichtlichen Vergleich zur Zahlung bereit erklärt, so der Bund der Steuerzahler mit Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz.

Im Urteilsfall hatte eine Einzelhandelskauffrau eine Kündigung aus personenbezogenen Gründen erhalten. Gegen die Kündigung legte die Klägerin Kündigungsschutzklage ein, mit der sie auch eine Entschädigung für die Benachteiligung wegen ihrer Behinderung begehrte. Die Klägerin und der Arbeitgeber schlossen dann einen Vergleich und vereinbarten eine Entschädigungszahlung in Höhe von 10.000 Euro sowie die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass es sich bei der Entschädigung um steuerpflichtigen Arbeitslohn handele.

Zu Unrecht, wie das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied. Bei der Entschädigung habe es sich um einen Ausgleich für immaterielle Schäden gehandelt. Eine solche Entschädigung sei steuerfrei (Az.: 5 K 1594/14).

Steuerzahler sollten nach einer Kündigung immer sorgfältig abgrenzen, ob es sich bei einer Geldleistung des Arbeitgebers um den Ersatz von immateriellen Schäden oder ob es sich um entgangenen Arbeitslohn handelt, rät der Bund der Steuerzahler. Wird wegen der Kündigung Arbeitslohn ersetzt, so ist dieser Lohn zu versteuern. Handelt es sich um eine Entschädigung für immaterielle Schäden etwa wegen Mobbings, Diskriminierung oder sexueller Belästigung, wird keine Lohnsteuer fällig. Verlangt das Finanzamt Steuern auf eine solche Entschädigung, sollte Einspruch eingelegt und zur Begründung auf das Urteil hingewiesen werden.
19.04.2017

Erben und Vererben - Neuer Ratgeber jetzt erhältlich


Fotolia | Gina Sanders

Die neunte Auflage unseres Ratgebers "Erben und Vererben" ist nun erhältlich.
Wichtig, was die Besteuerung von Schenken und Vererben betrieblichen Vermögens betrifft: Nachdem das Bundesverfassungsgericht Ende 2014 das geltende Erbschaftsteuerrecht für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt hatte, hat der Gesetzgeber Neuregelungen getroffen, die grundsätzlich für Erbfälle und Schenkungen ab dem 01.07.2016 gelten. Vor allem das Kapitel „Begünstigung des Betriebsvermögens“ ist daher vollständig überarbeitet worden.

Mitglieder können den Ratgeber wie immer kostenlos bestellen.

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