Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Tipps


Auch Weihnachtsmänner müssen an die Steuern denken!

Pressemitteilung 17/18

Ab wann sich das Finanzamt für den Weihnachtsmann-Job interessiert!

Verena N. - pixelio.de

Im Dezember haben Weihnachtsmänner, Nikolaus und Weihnachtsengel wieder Hochkonjunktur. Wer Nachbarn oder Freunden einen Gefallen tut, kann ohne Sorge vor dem Finanzamt für leuchtende Kinderaugen sorgen. Weihnachtsmann-Profis oder Studenten, die sich durch diverse Auftritte etwas hinzuverdienen, sollten sich hingegen um die Steuern kümmern, rät der Bund der Steuerzahler.

Der Job als Weihnachtsmann kann auf selbstständiger Basis aber auch als angestellter Weihnachtsmann erfolgen. Bestimmt der Arbeitgeber, wann, wo und über welchen Zeitraum der Weihnachtsmann arbeitet, handelt es sich um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Dies kann beispielsweise bei einem Weihnachtsmann der Fall sein, der im Dezember von einem Kaufhaus angestellt wird oder ein Student, der fest in einer Agentur als Weihnachtsmann tätig ist. Dieser Job kann als kurzfristige Beschäftigung oder als Minijob ausgeführt werden. Gegebenenfalls kann auch ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis entstehen, bei dem Sozialabgaben und Lohnsteuer einbehalten werden. Mehr dazu Mehr dazu
02.11.2018

Steuerzinsen weiterhin umstritten - Einspruch einlegen lohnt!


Thorben Wengert/pixelio
Die Verzinsung im Steuerrecht ist höchst umstritten. Inzwischen gibt es verschiedene Gerichtsentscheidungen, die an dem hohen Steuerzinssatz zweifeln. Betroffene sollten Einspruch einlegen, empfiehlt der Bund der Steuerzahler.

Für Sparer sind Zinsen von 6 Prozent pro Jahr ein Traum, in den Finanzämtern ist dieser Zinssatz hingegen geltendes Recht. Für Steuernachforderungen berechnet das Finanzamt 0,5 Prozent Zinsen pro Monat, also 6 Prozent pro Jahr. Inzwischen gibt es jedoch ernstliche Zweifel, ob der Zinssatz noch angemessen ist. Steuerzahler, die Zinsen an das Finanzamt zahlen müssen, sollten daher Einspruch gegen den Zinsbescheid einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen. Zur Begründung kann auf die vom Bund der Steuerzahler unterstützte Musterklage beim Bundesfinanzhof verwiesen werden (Az.: III R 25/17). Damit müssen die Zinsen zwar zunächst gezahlt werden, der eigene Steuerfall bleibt aber erst einmal offen, sodass der Steuerzahler die zu viel gezahlten Zinsen nach Abschluss des Pilotverfahrens eventuell zurückerhält. Mehr dazu

Freibeträge für 2019 eintragen lassen

So sichern Sie sich mehr Netto vom Brutto!

Beim monatlichen Lohnsteuerabzug werden häufig zu viel Steuern gezahlt. Ein Hauptgrund: Mögliche Freibeträge sind auf der elektronischen Lohnsteuerkarte nicht vermerkt. Wer sein monatliches Nettogehalt erhöhen möchte, hat allerdings die Möglichkeit, einen Freibetrag beim Finanzamt zu beantragen. Für das Jahr 2019 können die Freibeträge ab Oktober 2018 beantragt werden, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu

09.08.2018

Notfall-Behandlungsraum im privaten Wohnhaus

Steuerabzug nur bei Extra-Eingang?

Der Bundesfinanzhof befasst sich aktuell damit, ob Mediziner die Kosten für einen Notfall-Behandlungsraum in ihrem privaten Wohnraum bei der Steuer absetzen können. Bisher akzeptiert die Finanzverwaltung dies nur, wenn es sich um eine Notfallpraxis mit eigenem Zugang handelt. Das ausstehende Urteil des Bundesfinanzhofs könnte dies ändern.

Zur Streitfrage: Umstritten ist, ob ein Behandlungsraum als Notfallpraxis eingeordnet werden kann, wenn der Raum nur über den Eingangsbereich des privaten Wohnhauses erreicht werden kann. Darüber muss das oberste Steuergericht – der Bundesfinanzhof – entscheiden. Kommt das Gericht zu dem Ergebnis, dass bei einem solchen Sachverhalt eine Notfallpraxis vorliegt, wären die Ausgaben für den Behandlungsraum steuerlich abziehbar, erläutert der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

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