Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. - Aktuelles

Aktuelles
24.05.2016

So lange dauert es bis zum Steuerbescheid

Sachsen-Anhalt kämpft sich nach vorn

Peter Freitag / pixelio.de
Bearbeitungszeiten in den Finanzverwaltungen variieren stark

Der Bund der Steuerzahler hat geprüft und bei den Finanzverwaltungen nachgehakt: Wie lange dauert es bis zum Steuerbescheid? Welches Bundesland ist Top, wer ist Flop bei der Bearbeitungszeit von Einkommensteuererklärungen? „Es wird deutlich, dass die Bearbeitungszeiten in den einzelnen Bundesländern stark variieren.“, stellt die Vorsitzende Elschner fest.
Trotz gleicher Computerprogramme benötigen die Finanzämter für die Bearbeitung der Steuererklärungen unterschiedlich lange. Sachsen-Anhalt holt auf. Hamburg ist am schnellsten mit durchschnittlich 38 Tagen Bearbeitungszeit. In Bremen und Nordrhein-Westfalen dauert es rein statistisch am längsten, nämlich bis zu sechs Monaten. Je nach Bundesland schwanken die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten. Wie lange Steuerzahler auf ihren Steuerbescheid warten müssen, hängt also vom Wohnort ab.
Viele Ämter haben im Vergleich zum Vorjahr schneller gearbeitet. So auch Sachsen-Anhalt. Die Bearbeitung der Einkommensteuererklärungen dauert durchschnittlich 41 Tage. 2015 waren es noch 45 Tage. Somit erreicht Sachsen-Anhalt im Länderranking einen guten vierten Platz.

Hier geht es zum Ländervergleich.
12.05.2016

Teure Wahlversprechen kontra Steuerrealität

Bund der Steuerzahler sieht Wahlversprechen als nicht Umsetzbar

Der Bund der Steuerzahler sieht sich in seiner Vermutung bestätigt, dass die teuren Wahlversprechen der Magdeburger Dreier-Koalition nicht umsetzbar sind. „Angesichts von über 20 Milliarden Euro Schulden kann die neue Regierung nicht im Ansatz halten, was sie im Koalitionsvertrag versprochen hat.“, so die Vorsitzende Elschner. Der Hohe Schuldenberg und die drohenden Mindereinnahmen schränken den Landeshaushalt enorm ein. Hinzu kommen vorher bekannte Sondereffekte wie der Fall Lützen oder das Auslaufen des Solidarpakts II. Der BdSt wies bereits vor der Koalitionsbildung auf die weiterhin angespannte Finanzlage hin und fordert seit jeher Haushaltsdisziplin im Land. „Die von Finanzminister André Schröder vorgelegt Prognose zu den Steuereinnahmen untermauert unsere Forderung, dass durch die angespannte Finanzlage im Land streng auf die Haushaltsdisziplin zu achten ist. Hier steht finanzpolitische Realität ganz großen Wünschen gegenüber.“, so Elschner. Mehr dazu
28.04.2016

Runter mit den Zinsen auf Steuernachzahlungen!

„Die derzeitige Zinshöhe passt nicht mehr in die Zeit und ist gerade für Steuerzahler, die hohe Nachzahlungen für mehrere Jahre zu leisten haben, unzumutbar“, so Helga Elschner, Vorsitzende des BdSt Sachsen-Anhalt. Der Fiskus berechnet seit Jahrzehnten für Steuernachzahlungen und -erstattungen 0,5 Prozent Zinsen pro Monat, also sechs Prozent pro Jahr. Das ist deutlich mehr als der marktübliche Zinssatz. Während sich Sparer mit äußerst niedrigen Zinsen zufriedengeben müssen, langt der Fiskus selbst ordentlich zu. Deshalb fordert der Bund der Steuerzahler schon lange – erst kürzlich wieder bei einer Anhörung im Deutschen Bundestag – die gesetzlich festgelegte Zinshöhe deutlich zu senken und damit den tatsächlichen Marktgegebenheiten anzupassen. „Im Sinne der Steuerzahler wäre es, wenn, wie vom hessischen Finanzminister vorgeschlagen, der Zins für Forderungen und Erstattungen gleichermaßen herabgesetzt würde. Ein Zinssatz auf Rädern, der sich automatisch den Entwicklungen der Zinssätze am Kapitalmarkt anpasst, ist ebenfalls diskussionswürdig. Am Ende muss auf jeden Fall mindestens eine Halbierung des Zinssatzes stehen“, so Elschner.

Auch die Rechtsprechung sieht nach Auffassung des BdSt den hohen Zinssatz zunehmend kritisch. Zwar habe der Bundesfinanzhof den Zinssatz für Streitjahre bis 2011 als "noch verfassungsgemäß" beurteilt, aber für den Zeitraum danach seien seine Bedenken unüberhörbar gewesen. Der Bund der Steuerzahler hat deshalb bereits entschieden, einen diesbezüglichen aktuellen Rechtsstreit als Musterverfahren zu führen.

21.04.2016

Die Schattenseite der Rentenerhöhung


goodluz | Fotolia
Viele Rentner werden damit Steuerpflichtig

Im Juli steigen die Renten - das ist eine gute Nachricht für die Senioren. Doch die Erhöhung hat auch ihre Schattenseite: Immer mehr Rentner rutschen in die Steuerpflicht. Nach einer Prognose des Bundesfinanzministeriums aus dem Dezember 2015 werden circa 128.000 Senioren wegen der Rentenerhöhung erstmals eine Steuererklärung abgeben müssen.
Ein paar Euro mehr Rente können für viele Senioren zu einem deutlich höheren Aufwand führen. Denn womöglich müssen sie aufgrund der höheren Rente eine Einkommensteuererklärung abgeben. Übersteigen die Renteneinnahmen im Jahr 2016 den Grundfreibetrag – also das steuerfrei zu stellende Existenzminimum – wird im kommenden Jahr eine Steuererklärung fällig. Für das Jahr 2016 beträgt der Grundfreibetrag 8.652 Euro im Jahr. Allerdings kann die Rente deutlich über diesen Betrag liegen, denn ein gewisser Anteil der Rente bleibt steuerfrei. Die Berechnung hängt vom Jahr des Renteneintritts ab. Auch Ehepaare, die das Ehegattensplitting bekommen, können eine höhere Rente erhalten ohne Steuern zu zahlen. Senioren sollten prüfen, ob für sie eine Steuererklärung fällig wird.
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